Abiturwissen, Teil 1


Ödön von Horvath

Ödön (Edmund) von Horváth wird am 1. Juni 1938 im Alter von 36 Jahren während eines Gewitters auf den Champs-Élysées von einem herabstürzenden Ast erschlagen.

14.04.2009 | 1 Kommentar
Ein Herz für Bücher

Bücher sollten das Recht haben, zu leben. Hin und wieder hört man eine von diesen Schauergeschichten, in denen verzweifelte Leute ihre Bücher wegwerfen, weil sie einfach keine andere Alternative sahen. 

Ich musste mich schon damals sehr überwinden, als ich als Praktikantin im Buchhandel aus gesunden Büchern (durch auf-den-Boden-schlagen, Knicken und sonstige Brutalitäten) vergünstigte Mängelexemplare herstellen sollte. Natürlich, Recycling muss sein, aber man kann doch erstmal versuchen, seine Bücher auf andere Weise loszuwerden, ehe man sie dem Reisswolf zum Fraße anbietet.

Also, was tut man mit den ausgelesenen, abgestandenen, ungeliebten Büchern?

 1. Verkaufen
Natürlich kann man zum Beispiel beim größten deutschen Internet-Buchhändler gebraucht Bücher einstellen und erwerben. Aber mittlerweile gibt es auch andere Plattformen, bei denen man gebrauchte Bücher verkaufen kann.
Schöner und gemütlicher finde ich den alten klassischen Bücherflohmarkt, der hat immernoch mehr Stil und Atmosphäre.

2. Vertauschen
So ganz das, was man unter Tausch versteht, ist tauschticket.de dann doch nicht.  Anstatt mit Geld bezahlt man mit sogenannten “Tauschtickets”, die man dann erhält, wenn man eins seiner angebotenen Bücher von einer anderen Person angefordert wird. Ebenso umgekehrt: eins der Tickets geht flöten, wenn man ein Buch anfordert. Das Porto muss man dabei selbst bezahlen, ansonsten bleibt alles kostenlos.

3. Verschenken
Karikative Einrichtungen freuen sich immer mal über einen Stapel Bücher. Oder die Gemeindebibliothek. Die Schulbücherei oder der Kindergarten. Der oxfam-Laden an der Ecke (…)

4. Aussetzen
Unter dem Motto “Free your books” entlassen Tausende von Bookcrossern täglich Bücher in die Wildnis. Auf der Parkbank, der Telefonzelle, im Bus… das Ganze ist so eine Art moderner Schnitzeljagd: Bücher markieren, sie aussetzen, im Internet vermerken. Wenn sie jemand findet, trägt er die entsprechende  Buchnummer auf der Internetseite ein, verewigt sich und setzt es wieder aus, nachdem er es gelesen hat.  So kann man immer sehen, wo und wann welches Buch weitergewandert ist.

5. Kreativ sein!
Kostet auch Überwindung, sieht aber schön aus: als Lampenschirm, Tapete, Geschenkpapier, Brosche, Scherenschnitt, und was einem noch so einfallen mag.

09.02.2008 | 2 Kommentare
Serienopfer im Buchladen

Besuche im Buchladen können zur Zeit sehr verhängnisvoll sein, weil zu Weihnachten wieder die schönsten Bücher und Dinge erscheinen und ausgepackt werden und du deswegen in Gefahr laufen könntest a) kein Geld mehr für irgendwelche Geschenke zu haben b) gebrochenen Herzens nach Hause gehen zu müssen, weil du dir sowieso nichts leisten kannst.

Die Süddeutsche Zeitung hat meiner Meinung nach schon längst übertrieben. Neben den ersten 50 Büchern der SZ-Bibliothek gab es dann plötzlich die SZ-Kriminalbibliothek, die Junge Bibliothek, Cinemathek, etc. etc. (…) und nun haben sie sich es zum Ziel gemacht, die große Kunst den kleinen Leuten mal ein bisschen zu veranschaulichen.
Da ich in Museumsläden am liebsten so lange bleibe wie im Museum selbst, zieht das ja leider mal wieder prima bei mir. Kann ich ja nur von Glück reden, dass mir ein mysteriöser Jemand zuvor kam und alles außer Macke und Klimt weggekauft hat.

SZ: Abenteuer Kunst

Taschenbücher sind undankbar. Sobald man angefangen hat, sie zu lesen, schleichen sich da die ersten Knicke im Buchrücken, der Einband fängt an, rumzufleddern, ganz zu schweigen davon, was passiert, wenn du sie regelmäßig mit zum Deutschkurs nimmst. In kleinere Taschen passen sie trotz ihres Namens trotzdem nicht und wenn du es wagst, sie in was Größeres mitzunehmen, leiden sie bald unter oben genannten Symptomen.
Endlich gibt es jemanden, der meine Sorgen teilt und so hat Fischer beliebte Bücher als Geschenkbücher herausgegeben. Die sind nur noch etwa so groß wie ein Notiz- oder Adressbuch und haben einen festeren Einband mit Bildern statt des üblichen Fischerlayout. Natürlich werden mit der Dicke des Buches die Seiten dünner, und so hat zum Beispiel “Die Frau des Zeitreisenden” pargamentene Seiten, die an die Seiten unserer Schulbibeln erinnern. Wie auch immer, darüber muss man dann einfach hinwegsehen.

Fischer Geschenkbuecher

So und nun, liebe Verlage, hört auf, mich weiter in Versuchung zu führen und lasst das doch endlich mit den Sondereditionen.

02.12.2007 | 0 Kommentare

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